Lohnsteuerbescheinigung ab 1.11.2010 nur noch mit Steueridentifikationsnummer

Identifikationsnummer (es ist die Nummer des Fotografen)

Der Arbeitgeber muss lt. EStG nach Vergabe der Identifikationsnummer für die Daten- übermittlung anstelle der eTIN die Identifikationsnummer des Arbeitnehmers verwenden. Die Frist für die Übergangszeit ist am 1.11.2010 abgelaufen.

Damit müssen die Lohnsteuerbescheinigungen ab November 2010 die Steueridentifikationsnummer enthalten. Andere Meldungen werden als fehlerhaft zurückgewiesen.

Woher bekommt man die Steueridentifikationsnummer “IdNr”?

Prinzipiell wurde die IdNr jedem Arbeitnehmer in einem gesonderten Schreiben mitgeteilt. Im Normalfall steht sie auf der Lohnsteuerkarte 2010. Wenn sie nicht bekannt ist (z.B. bei Umzug), gibt es folgende Möglichkeiten, die Identifikationsnummer zu erfahren:

Als Arbeitnehmer:

Arbeitnehmer können für die Mitteilung Ihrer IdNr einen Antrag an das zuständige Fachreferat im Bundeszentralamtes für Steuern (BZSt) stellen. Dazu werden folgende Daten benötigt:

  • Name
  • Vorname
  • Adresse (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort)
  • Geburtsdatum
  • Geburtsort

Diese Daten können schriftlich an das Bundeszentralamt für Steuern, 53221 Bonn gesendet oder per E-Mail an info@identifikationsmerkmal.de übermitteln werden. Das BZSt wird die IdNr dann schriftlich mitteilen. Das BZSt weist daraufhin, dass keine Eingangsbestätigung erfolgt und es aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich sei, die IdNr telefonisch oder per E-Mail mitzuteilen. Aufgrund des hohen Anfragevolumens kann es bei der Mitteilung der IdNr zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Als Arbeitgeber:

Im Portal Elster-Online können Arbeitgeber die Identifikationsnummer ihrer Arbeitnehmer abfragen. Einen Link finden Sie hier. Allerdings ist vorher eine aufwändige Registrierung notwendig. Nach der Online – Registrierung erhält der Arbeitgeber innerhalb von 14 Tagen schriftlich einen Aktivierungscode – hier ist also etwas Zeit einzuplanen. Auch für den weiteren Registrierungsprozess sind viele Schritte erforderlich. Nachdem das Online – Konto erstellt ist, muss eine *.csv-Datei mit den Angaben der Arbeitnehmer hochgeladen werden. Die Erstellung der Datei bleibt dabei dem Nutzer überlassen, eine Beschreibung findet man in den Hilfetexten. Insgesamt ist dieser Prozess aufgrund der nachzuvollziehenden hohen Sicherheitvorkehrungen als sehr kompliziert einzuschätzen, für den der normale Anwender kaum die Zeit finden wird..

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