Arbeitgeber: Senkung des Rentenbeitrags für 2015 gefordert

Angesichts der aktuellen Rücklage von rekordverdächtigen 34 Milliarden Euro in der Rentenkasse pocht die Wirtschaft auf Senkung des Rentenbeitragssatzes im nächsten Jahr. Dieser sollte dann «so festgelegt werden, wie es das Gesetz verlangt», sagte ein Sprecher der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) am 24.07. in Berlin.

Er bestätigte damit einen Vorab-Bericht des «Handelsblatts» (Freitag). «Der Gesetzgeber sollte Arbeitgebern und Beschäftigten nicht schon wieder eine gesetzlich zustehende Entlastung beim Rentenbeitrag verweigern.»

Verhinderte Senkung 2014

Regulär hätte der Rentenbeitrag zum 1. Januar von 18,9 auf 18,3 Prozent gesenkt werden müssen. Die Bundesregierung verhinderte dies aber mit einem Sondergesetz, um mit den Beitrags-Mehreinnahmen von
7,5 Milliarden Euro die verbesserte Mütterrente und die abschlagfreie Rente ab 63 zu finanzieren.

Neue Mütterrente lässt Rücklage schmelzen

Der Rentenbeitrag muss gesenkt werden, wenn die Rücklagen die Obergrenze von 1,5 Monatsausgaben überschreiten. Dies ist derzeit der Fall, denn die 34 Milliarden Euro der Rücklage entsprechen 1,85 Monatsausgaben. Doch schlagen die neue Mütterrente und die abschlagfreie Rente ab 63 2014 bereits mit gut vier Milliarden Euro zu Buche. Dies dürfte die Rücklage bis Jahresende abschmelzen lassen.

Quelle: DPA / Redaktion gehaltsabrechnung.de

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