Minusstunden für Leiharbeiter ohne Einsatz unzulässig

Hat ein Arbeitgeber keinen Einsatz für seinen angestellten Leiharbeiter, darf er trotzdem keine Minusstunden auf dessen Konto schreiben. Das bestätigt die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein unter Berufung auf ein Urteil am Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg (AZ: 15 Sa 982/14).

Im vorliegenden Fall klagte eine Angestellte einer Arbeitnehmerüberlassung. Sie arbeitete als Sachbearbeiterin für verschiedene Entleiher und verdiente ein festes Grundgehalt. Wenn der Arbeitgeber allerdings keinen Einsatz für die Mitarbeiterin hatte, schrieb er die Minusstunden für die entgangene Zeit auf deren Arbeitszeitkonto.

Die Richter gaben der Mitarbeiterin Recht. Solch eine einseitige Regelung, die auf dem Rücken der Angestellten ausgetragen wird, ohne dass diese einen Einfluss darauf hat, ist unzulässig. Schließlich muss der Verleiher das Risiko einer einsatzfreien Zeit selbst tragen und darf daher auch keine Verrechnung der Stunden vornehmen.

 

Quelle: DPA / Redaktion gehaltsabrechnung.de

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