Steigende Sozialabgaben bei Gutverdienern

Jedes Jahr steigen routiniert die Bemessungsgrenzen für Sozialabgaben mit den Durchschnittslöhnen. Dieses macht sich vorallem in den Geldbeuteln von Gutverdienern deutlich bemerkbar.

Laut einem Bericht der ¨Passauer Neuen Presse¨ vom Dienstag, erhöhen sich aufgrund gestiegener Löhne und Gehälter jedes Jahr die Verdienstgrenzen, bis zu denen Sozialbeiträge fällig werden. Zum Jahreswechsel steigen somit die Sozialabgaben für gut verdienende Arbeitnehmer. Der entsprechende Referentenentwurf dazu wurde vom Bundessozialministerium schon veröffentlicht. Ein Sprecher des Ministeriums sagte weiterhin, dass der Entwurf das Bundeskabinett am Mittwoch passieren soll und bestätigte somit den Bericht der Zeitung

Die Grenze der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung liegt derzeit bei 4125 Euro und erhöht sich somit auf 4237,50 Euro monatlich. Die gesetzliche Rentenversicherung und die Arbeitslosenversicherung soll demnach im Osten von 5200 auf 5400 Euro und im Westen von 6050 auf 6200 Euro ansteigen.

Die geplante Anhebung gilt nur für Arbeitnehmer mit einem Gehalt über den jetzigen Grenzbeträgen. Ein Versicherter im Westen mit einem Verdienst von 6200 Euro brutto muss bei einem Anstieg der Bemessungsgrenze um die geplanten 150 Euro pro Monat somit jeweils 14 Euro monatlich mehr in die Rente einzahlen. Das selbe gilt auch für seinen Arbeitgeber. Die Höhe des Rentenbeitragssatzes liegt bei 18,7 Prozent.

Um eine Beteiligung der Sozialkassen an steigenden Einkommen zu gewährleisten, werden die Grenzen der Bemessung erhöht. Das entlastet auch die Normalverdiener, da fixierte Bemessungsrenzen sonst zur Stagnierung der Sozialbeiträge bei steigendem Einkommen von Gutverdienern führen würden.

Für das Gehalt oberhalb der Bemessungsrenze fallen keine Renten-, Arbeitlosen-, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an. Die jährlichen Anhebungen der Grenzen werden automatisch unter dem Maßstab der durchschnittlichen Entwicklung der Einkommen vorgenommen und obliegen gesetzlicher Bestimmungen. Ein Entscheidungs- oder Ermessenspielraum der Regierung liegt somit nicht vor.

Außerdem steht die Zustimmung des Bundesrates zu einem Beschluss des Kabinetts noch aus, in dem die Erhöhung der Obergrenze für die Versicherungspflicht von 54 900 auf 56250 Euro Jahreseinkommen verordnet werden soll.

Quelle: DPA / Redaktion gehaltsabrechnung.de

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