Entschädigung bei Kündigung in der Schwangerschaft möglich

Laut einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg (Az.: 23 Sa 1045/15), kann im Falle einer Kündigung während der Schwangerschaft die Arbeitnehmerin eine Entschädigung fordern. Diese steht ihr aber nur dann zu, wenn die erforderliche Zustimmung der Arbeitsschutzbehörde vom Arbeitgeber nicht eingeholt wurde und eine verbotene Diskriminierung wegen des Geschlechts vorliegt, so ein Bericht des Bund-Verlages.

Besagter Fall handelte von einer Angestellten eine Rechtsanwaltes, die während ihrer Probezeit gekündigt wurde. Ihre Schwangerschaft gab sie kurz nach der Kündigung bekannt, woraufhin der Arbeitgeber es versäumt hat, sich die Zustimmung der Arbeitsschutzbehörde geben zu lassen. Da diese Zustimmung aber für die Kündigung obligatorisch ist, musste diese laut Gericht zurückgezogen werden. Die Arbeitnehmerin erhielt daraufhin einige Monate später abermals die Kündigung vom Rechtsanwalt.

Da durch die erneute Kündigung das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz missachtet wurde, in dem die Frau eine Benachteiligung aufgrund ihres Geschlechts erfuhr, sprach ihr das Landesarbeitsgericht eine Entschädigung in Höhe von 1500 Euro zu.

Quelle: DPA / Redaktion gehaltsabrechnung.de

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