Fakten über Urlaubstage und Kündigungsfrist in der Probezeit

In der Probezeit gelten andere Rechte als danach. Für viele Mitarbeiter gilt es, die Feuertaufe zu bestehen und gut durch die Probezeit zu kommen, bevor man den Job sicher hat.

Laut Michael Eckert, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Heidelberg, ist die Probezeit die Zeit des gegenseitigen Kennenlernes zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses. Hierzu gelten Sonderregeln, die manch neuen Arbeitnehmer verunsichern und als Mitglied des Vorstands des Deutschen Anwaltverein beanwortet er Fragen zum Thema.

Wie ist die maximale Dauer einer Probezeit?

Arbeitgeber und -nehmer ist es erlaubt, die Probezeit individuell zu vereinbaren, jedoch darf diese nicht länger als sechs Monate andauern.

Ist eine Verlängerung der Probezeit durch den Arbeitgeber zulässig?

Einer Verlängerung der Probezeit müssen beide zustimmen, aber auch hier gilt die maximale Dauer von sechs Monaten. Es ist also durchaus legitim, eine anfänglich viermonatige Probezeit einvernehmlich auf sechs Monate auszuweiten.

Laut Paragraf 622 Absatz 3 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), ist die Kündigungsfrist verkürzt und beträgt im Vergleich zur gesetzlichen vierwöchigen Kündigungsfrist, die nur am Ende oder zum 15. des Monats ausgesprochen werden kann, zwei Wochen zu jedem Tag. Bei langer Betriebszugehörigkeit kann die Küdnigungsfrist auch mehr als einen Monat betragen.

Verfällt der Anspruch auf Urlaub bei einer Kündiung innerhalb der Probezeit?

Der bisher erarbeitete Urlaub steht den Mitarbeitern trotzdem zu. Dieser kann durch freie Tage oder aber durch ein Endgeltzahlung abgegolten werden. Der gesetzliche Anspruch auf Urlaub liegt zum Beispiel bei einer Fünf-Tage-Woche auf das Jahr gerechnet bei 20 Tagen. Daraus ergibt sich bei einer sechs monatigen Probezeit für die Beschäftigten ein Urlaubsanspruch auf 10 Tage.

Quelle: DPA / Redaktion gehaltsabrechnung.de

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