Wie Freiberufler und Gewerbetreibende beim Fiskus sparen können

Für Freiberufler und Gewerbetreibende ist die Abgabe der Steuererklärung Pflicht. Meist profitieren beide steuerlich, wenn sie ihre beruflichen Ausgaben beim Fiskus angeben. Welche Anschaffungen sich direkt absetzen lassen und wer welche Steuern zahlen muss.

Grundsätzlich gilt für Freiberufler und Gewerbetreibende: Betriebsausgaben schmälern den Gewinn und damit die zu zahlenden Steuern. Somit lohnt es sich für sie, betrieblich oder beruflich veranlasste Kosten anzugeben. Dazu gehören etwa Büromiete, Personalkosten, Reisekosten, Büroausstattung, Pkw, Computer, Handy,
Bewirtungs- oder Fahrtkosten, sagt Hartmut Schwab, Vizepräsident der Bundessteuerberaterkammer. Auch Zinsaufwendungen für ein betriebliches Darlehen zählen zu den Betriebsausgaben.

Diese können Steuerpflichtige nach folgenden Regeln absetzen:
«Arbeitsmittel, die höchstens 150 Euro ohne Mehrwertsteuer kosten, gehen sofort im Jahr des Kaufs als Betriebsausgabe ab», erklärt Markus Fischer von der Stiftung Warentest. Das gilt auch für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffung bis zu 410 Euro ohne Umsatzsteuer kostet.

Sind die Anschaffungen teurer, wird es komplizierter: Denn für jedes Wirtschaftsgut gilt eine andere Abschreibungsdauer, sagt Fischer. Das Bundesfinanzministerium hat die Zeiten in den sogenannten AfA-Tabellen festgelegt. Die Abkürzung steht für «Absetzung für Abnutzung». Einen Pkw kann man demnach über sechs Jahre abschreiben, einen PC über drei Jahre und ein Mobiltelefon über fünf Jahre.
«Alternativ können Wirtschaftsgüter mit einem Preis zwischen 150 Euro und 1000 Euro in einen Sammelposten aufgenommen werden», erklärt Schwab. Diese kann man dann über fünf Jahre abschreiben.

Grundsätzlich gilt: Unternehmer müssen Umsatzsteuer zahlen. Doch für einige besteht eine Ausnahmen: Wer im Vorjahr weniger als 17 500 Euro Umsatz gemacht hat und im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr als 50 000 Euro Umsatz erzielen wird, ist Kleinunternehmer. Sie können wählen, ob sie die Regelbesteuerung wollen oder die Umsatzsteuer nicht zahlen wollen. Bei ihrer Entscheidung müssen sie
beachten: Wer die Umsatzsteuer ausweist, muss sie auch bezahlen, warnt Wolfgang Wawro, Steuerexperte des Deutschen Steuerberaterverbandes. Wollen sie die Umsatzsteuer nicht abführen, dürfen Kleinunternehmer sie auch nicht in ihren Rechnungen angeben.

Wichtig zu wissen: Wer die Regelbesteuerung wählt, ist fünf Jahre lang daran gebunden – darf dann aber die Vorsteuer auch absetzen.
«Das kann sich gerade für Unternehmensgründer lohnen, die viel investieren mussten», erläutert Wawro. «Finanztest»-Redakteur Fischer nennt ein Beispiel: Ein Taxiunternehmer muss 1036 Euro Umsatzsteuer zahlen. Für ein gebraucht gekauftes Taxi kann er eine Vorsteuer von
3610 Euro nachweisen. Das Finanzamt erstattet ihm dann 2574 Euro.

Grundsätzlich werden Freiberufler und Gewerbetreibende steuerlich unterschiedlich behandelt. Wer ein Gewerbe betreibt, hat in der Regel eine Buchführungspflicht. Ausgenommen davon sind Gewerbetreibende, deren Umsatz und Gewinn gewisse Grenzbeträge nicht überschreiten.
Diese sind im vergangenen Jahr gestiegen: Der Jahresumsatz darf nun bei bis zu 600 000 Euro, der Jahresgewinn bei bis zu 60 000 Euro liegen, erklärt Fischer.

Hinzu kommt: Gewerbetreibende müssen eine Gewerbesteuer bezahlen.
«Sie wird von den Gemeinden erhoben und ist mit einem unterschiedlichen Hebesatz belegt», erklärt Wawro. In der Regel steht jedem aber ein Freibetrag von 24 500 Euro zu.

Freiberufler müssen hingegen unabhängig von der Höhe ihres Gewinns keine Bilanz erstellen, sagt Wawro. Stattdessen können sie eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) abgeben. Bei einer EÜR rechnet der Steuerpflichtige Ein- und Ausgaben auf und ermittelt so den zu versteuernden Gewinn. Dafür müssen Freiberufler in der Regel keine Inventur machen. Auch Forderungen, Verbindlichkeiten oder das Betriebsvermögen müssen sie nicht auflisten. «Wer weniger als 17 500 Euro im Jahr einnimmt, kann die EÜR sogar formlos einreichen», gibt Fischer zu bedenken. Belege müsse man dennoch sammeln und zehn Jahre lang aufbewahren. Im Fall einer Steuerprüfung muss man sie parat haben.

Einige Freiberufler können von Pauschalen profitieren: «Für hauptberuflich schriftstellerisch und journalistische Tätigkeiten beträgt sie 30 Prozent des Einkommens – maximal 2455 Euro im Jahr», erklärt Wawro. Auch nebentätige Freiberufler können sie nutzen und 25 Prozent Betriebsausgabenpauschale von ihren Betriebseinnahmen abziehen – allerdings maximal 614 Euro im Jahr, sagt Fischer. Der
Vorteil: Man muss die Ausgaben nicht einzeln nachweisen.

Quelle: DPA

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Arbeitskosten im Jahr 2015 um 2,6 % gestiegen

In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt um 2,6 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erhöhten sich die Kosten für Bruttoverdienste dabei um 2,5 %, die Lohnnebenkosten um 3,1 %.

Im vierten Quartal 2015 sind die Arbeitskosten im Vergleich zum vierten Quartal 2014 kalenderbereinigt um 2,1 % gestiegen. Der Zuwachs zum Vorquartal lag saison- und kalenderbereinigt bei 0,5 %.

Für das dritte Quartal 2015 liegen für 27 der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) Veränderungsraten der Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im Vergleich zum dritten Quartal 2014 kalenderbereinigt um 2,4 %. In der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum bei 1,8 %. Den höchsten Anstieg innerhalb der EU wiesen Lettland (+ 7,4 %), Bulgarien (+ 7,4 %) und Rumänien (+ 7,3 %) auf. In Portugal (- 2,8 %), Slowenien (- 1,5 %), Zypern (- 0,5 %), Italien (- 0,4 %) und Luxemburg (- 0,4 %) waren die Arbeitskosten rückläufig. In Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit +
1,1 % deutlich niedriger aus als in Deutschland. In den Niederlanden
(0,0 %), Belgien und Kroatien (jeweils + 0,1 %) blieben die Arbeitskosten nahezu unverändert.

Die Veränderungsraten der Arbeitskosten von Staaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets sind in der jeweiligen Landeswährung gemessen und daher nicht währungsbereinigt.

Quelle: DPA

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Legale Hilfe im Haushalt – nicht teuer und meist unkompliziert

Viele Haushaltshilfen in Deutschland arbeiten schwarz – oft denken die Auftraggeber darüber nicht weiter nach. Ein Fehler: Denn meist ist es gar nicht so schwer und teuer, jemanden legal einzustellen. Doch nur so sind beide Seiten etwa bei einem Unfall abgesichert.

Putzen, Babysitten, Einkaufen – wer Unterstützung im Alltag braucht, kann eine Haushaltshilfe beschäftigen. Doch
Vorsicht: Viele Haushaltshilfen in Deutschland versteuern ihre Umsätze nicht – und ihre Auftraggeber denken sich nichts dabei. Eine
Milchmädchenrechnung: Denn meist ist eine legal angestellte Haushaltshilfe nicht viel teurer als ein Schwarzarbeiter. Sollte der Auftraggeber jedoch dabei auffliegen, dass er jemanden schwarz beschäftigt, muss er mit Steuernachzahlungen und Bußgeldern rechnen.

Und eine weitere Gefahr droht, wenn sich die Haushaltshilfe bei ihrer Arbeit verletzt – etwa wenn die Putzfrau auf den Stuhl steigt, weil sie Gardinen aufhängen will und dabei fällt. Das gehe in 99,9 Prozent der Fälle gut, wenn aber doch etwas passiert, könne das Tausende Euro im Monat kosten, sagt Wolfgang Buschfort von der Minijob-Zentrale in Bochum. Die Zahlungen muss dann der Auftraggeber übernehmen, denn eine illegal beschäftigte Haushaltshilfe ist nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert.

Auftraggeber müssen sich überlegen, welches Arbeitsverhältnis für ihre Situation die passende ist. Wer etwa zum Fensterreinigen, zum Babysitten, Einkaufen oder Putzen unregelmäßig oder für wenige Stunden im Monat Hilfe benötigt, beauftragt idealerweise einen Selbstständigen. «Das ist ziemlich einfach», sagt Renate Daum von Stiftung Warentest. Hat die Haushaltskraft ein Gewerbe angemeldet, stellt sie ihre Tätigkeit einfach in Rechnung. Hier gilt: Bei Beträgen von bis zu 150 Euro muss der Gewerbetreibenden auf der Rechnung seinen Namen und seine Anschrift aufführen sowie das Datum und eine fortlaufende Rechnungsnummer. Auch die Art und Umfang der Leistung sollte er darauf schreiben sowie den genauen Betrag und den Mehrwertsteuersatz beziehungsweise den Hinweis auf die Steuerbefreiung. Bei höheren Beträgen sollte er auch die Steuer- oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben.

Will der Auftraggeber die Ausgaben bei der Steuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistung geltend machen, muss er den Betrag überweisen. Denn Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.

Etwas aufwendiger ist die Beschäftigung eines Minijobbers – davon gibt es laut Minijob-Zentrale zurzeit in Deutschland 290 000. Stellt der Auftraggeber eine Person fest für einen Job an, zahlt er im Schnitt maximal 450 Euro im Monat. Der Arbeitgeber meldet das Arbeitsverhältnis bei der Minijob-Zentrale mit dem sogenannten Haushaltscheck-Verfahren an. «Das ist eine DIN A4-Seite, die kann man in fünf oder zehn Minuten ausfüllen», sagt Buschfort. Sämtliche Sozialabgaben leitet die Minijob-Zentrale an die entsprechenden Behörden weiter, außerdem meldet sie ihn bei der Unfallversicherung.

Für Minijobber gelten geringere Sozialabgaben als für anderweitig Beschäftigte. Eine Beispielrechnung zeigt: Eine Haushaltshilfe verdient 300 Euro im Monat. Der Auftraggeber muss für einen Minijobber mit Sozialabgaben, Steuern und anderen Umlagen 338,70 Euro aufwenden. Vorausgesetzt, der Arbeitnehmer verzichtet auf den Beitrag zur Rentenversicherung – von dieser Pflicht kann er sich befreien lassen. Von diesen Aufwendungen kann der Auftraggeber allerdings
42,50 Euro als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich absetzen – somit kostet ihn die Haushaltshilfe nur 296,20 Euro pro Monat.

Verdienen Haushaltshilfen zwischen 450 und 850 Euro monatlich, sind sie sogenannte Midijobber – bei den Sozialversicherungsbeiträgen sind sie begünstigt. «Der Arbeitgeber muss aber die vollen Abgaben zahlen», erklärt Nathalie Oberthür, Juristin in Köln.

Natürlich können Auftraggeber eine Haushaltshilfe auch in Voll- oder Teilzeit einstellen. «Das bringt allerdings einen höheren Abrechnungsaufwand mit sich», sagt Oberthür. Sie rät, die Lohnabrechnung von einem Steuerberater erstellen zu lassen. Der Arbeitgeber muss dann – anders als bei einem Minijob die Sozialabgaben und Lohnsteuer selbst an die zuständigen Stellen abführen. Außerdem muss er einmal im Jahr eine Meldung an die gesetzliche Unfallversicherung machen und die Beiträge dafür zahlen.

Welche Ansprüche haben Haushaltshilfen?

Der Minijobber hat die gleichen Rechte wie alle Arbeitnehmer – er kann also auch Urlaub nehmen. Außerdem hat er einen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, erklärt Wolfgang Buschfort von der Minijob-Zentrale. «Die Auftraggeber erhalten aber 80 Prozent ihrer Auslagen zurück.»

Auch in Teilzeit beschäftigten Haushaltshilfen steht Urlaub zu. «Bei einer Fünf-Tage-Woche sind das laut Gesetz 20 Tage», erklärt die Rechtsanwältin Nathalie Oberthür. Im Krankheitsfall sei der Arbeitgeber verpflichtet, sechs Wochen lang Entgeltfortzahlung zu leisten. «Als Kleinbetrieb erhält man die Leistungen aber zumindest teilweise von der Krankenkasse zurück», sagt die Juristin.

Quelle: DPA

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Recht auf Erholung: Was Arbeitnehmer über Urlaub wissen sollten

Bei einer Fünf-Tage-Woche stehen Arbeitnehmern 20 Tage Urlaub pro Jahr zu. Diesen gesetzlichen Anspruch hat jeder. Weniger eindeutig geregelt ist, wann der Urlaub genommen werden darf. Oft führt die Urlaubsplanung daher zu Konflikten.

Das neue Jahr hat kaum begonnen, da steht schon die Urlaubsplanung an: Der Jahresurlaub soll eingereicht werden, und die Kollegen äußern bereits Wünsche. Auch der Resturlaub muss weg.

Doch welche Rechte haben Arbeitnehmer beim Thema Urlaub überhaupt?

Was geht und was nicht? Geregelt ist das im Bundesurlaubsgesetz.

«Der konkrete Urlaubsanspruch richtet sich nach den wöchentlichen Arbeitsstunden», erklärt Rechtsanwalt Arne Maier aus Esslingen. Wer sechs Tage in der Woche arbeitet, hat von Gesetz wegen ein Anrecht auf 24 Werktage Urlaub im Jahr. Bei einer 5-Tage-Woche sind es 20 Werktage Urlaub. Wer weniger arbeitet, wie Teilzeitbeschäftigte oder Minijobber, dem stehen weniger freie Tage zu. «Bei lediglich zwei Arbeitstagen pro Woche sind das acht bezahlte Urlaubstage im Jahr.»

Hinzu kommen Urlaubstage, die der Arbeitgeber freiwillig gewährt oder die von den Tarifparteien zusätzlich vereinbart wurden. Maier betont:
«Die Vorschriften des Bundesurlaubsgesetzes sind nur das gesetzliche Minimum.» Die meisten Arbeits- und Tarifverträge gehen über den gesetzlichen Urlaubsanspruch hinaus, sagt Tjark Menssen, Leiter der Rechtsabteilung bei der DGB Rechtsschutz GmbH in Berlin. «Angestellte im öffentlichen Dienst haben beispielsweise 30 Tage Urlaub im Jahr.»

Allerdings steht es dem Arbeitnehmer nicht frei, Urlaub zu nehmen, wann er das möchte. «Der Arbeitgeber muss die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers berücksichtigen», erläutert Janine Fazelly. Sie ist Rechtsanwältin beim AGA Unternehmensverband in Hamburg. «Wenn dringende betriebliche Gründe dagegen sprechen, kann er einen Urlaubswunsch ablehnen.» Solche betrieblichen Belange sind etwa personelle Engpässe oder Inventurarbeiten für den Jahresabschluss. In den meisten Unternehmen muss Urlaub daher beantragt werden.

Der Arbeitgeber darf den Urlaub auch verwehren, wenn es zu Kollisionen mit Wünschen anderer Mitarbeiter kommt, die sozial vorrangig zu behandeln sind – zum Beispiel weil sie zur Ferienzeit schulpflichtige Kinder betreuen müssen. Ein klassischer Konfliktfall sind die Sommerferien: «Hier gilt meist die Regel: Wer mehr Kinder hat, wird bevorzugt», sagt Rechtsanwalt Maier. Das darf aber nicht über Jahre hinweg so gehen, dann muss der Arbeitgeber auch mal die Belange der anderen Mitarbeiter berücksichtigen.

«Der Arbeitgeber sollte einrichten, dass der Urlaub möglichst zusammenhängend genommen werden kann», erläutert Fazelly. In der Praxis wird aber selten der gesamte Urlaub am Stück genommen, üblich sind meist nur zwei bis drei zusammenhängende Wochen. «Wer vier Wochen nach Asien reisen möchte, sollte das daher im Vorfeld mit seinem Chef besprechen.» Anders liegen die Dinge, wenn ein Urlaub bereits gewährt wurde: «Ein einmal genehmigter Urlaub darf nicht widerrufen werden.»

Nicht erlaubt ist auch, dass ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern nur dann Urlaub genehmigt, wenn im Betrieb nicht viel zu tun ist. «Eine einseitige Anordnung von Urlaub, wegen bloßen Arbeitsmangels ist nicht zulässig», erklärt Menssen. Doch auch von dieser Regel gibt es eine Ausnahme: «Beim Betriebsurlaub setzt der Betrieb einen Zeitraum fest, in dem die Belegschaft Urlaub macht», sagt Maier. So eine Regelung muss aber mit entsprechendem Vorlauf angekündigt werden.
Gibt es einen Betriebsrat, muss er zustimmen.

Resturlaub sieht der Gesetzgeber eigentlich nicht vor: «Das Bundesurlaubsgesetz schreibt vor, dass der Urlaub noch im selben Kalenderjahr genommen werden muss», sagt Fazelly. Nur bei betrieblichen Ausnahmefällen oder aus persönlichen Gründen darf Resturlaub ins erste Quartal des Folgejahres übertragen werden.
«Viele Arbeitsverträge sehen aber eine Kulanz bis Ende März vor.» Wird der Urlaub bis dahin nicht genommen, verfallen die freien Tage.
«Eine Auszahlung nicht genommener Urlaubstage ist nur beim Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Betrieb zulässig.»

Wenn ein Arbeitnehmer im Urlaub erkrankt, muss er selbst aktiv werden und sich unverzüglich beim Arbeitgeber krankmelden. «Der Urlaubsanspruch bleibt dann für die Dauer der Krankheit erhalten», erläutert DGB-Jurist Menssen. Der Mitarbeiter kann seine Urlaubstage zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

«Am häufigsten kommen Klienten zu mir in die Rechtsberatung mit der Frage, wann Urlaub vom Arbeitgeber gewährt werden muss», erzählt Maier. «Das ist auch der Bereich, der am wenigsten eindeutig geregelt ist.» Aus diesem Grund führt der Ärger um den Urlaub selten zu
Rechtsstreitigkeiten: Zu bestimmten Zeiten freizunehmen, kann nicht ohne weiteres eingeklagt werden. «Ich rate deshalb dazu, das im Gespräch mit dem Chef zu klären.» Wurden Urlaubswünsche nicht berücksichtigt, können sich Arbeitnehmer auch an den Betriebsrat wenden. Aber: «Ein Urlaub ist meist keinen Konflikt mit dem Arbeitgeber wert.»

 

Quelle: DPA

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