Impfungen für Dienstreise muss Arbeitgeber tragen

Wenn Mitarbeiter geschäftlich ins Ausland reisen, sind sie für notwendige Impfungen grundsätzlich selbst verantwortlich. Der Arbeitgeber ist in Abhängigkeit vom Reiseziel jedoch dazu verpflichtet, ein medizinisches Beratungsgespräch und unter Umständen auch eine Untersuchung in die Wege zu leiten, so das Centrum für Reisemedizin (CRM). Das ist vor allem dann der Fall, wenn Arbeitnehmer auf der Reise außerordentlichen Witterungseinflüssen und gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind. Wer sich nicht sicher ist, ob für ihn ein Anspruch besteht, wendet sich an den Betriebsarzt oder auch die Personalabteilung.

 

Quelle: DPA / Redaktion gehaltsabrechnung.de

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Fehlerhafte Spesenabrechnung kein genereller Kündigungsgrund

Sollten einem Mitarbeiter Fehler bei der Spesenabrechnung unterlaufen, ist das unter Umständen kein Grund für eine fristlose Kündigung. Wenn ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber plausibel erklären kann, wie es zu den falschen Angaben kommen konnte, Weiterlesen

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Neues Gesetz zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Repräsentative Studie der ZQP

Seit dem 1. Januar gibt es neue Regelungen des Gesetzgebers, den Beruf und die Pflege eines Angehörigen besser miteinander vereinbaren zu können. Hierzu hat die Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) eine repräsentative Umfrage unter Weiterlesen

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Mehrurlaub für ältere Arbeitnehmer nicht grundsätzlich ausgeschlossen

Junge Arbeitnehmer fühlen sich möglicherweise benachteiligt, wenn ältere Kollegen mehr Urlaubstage haben, doch eine solche Regelung ist unter bestimmten Bedingungen zulässig.

Am Dienstag hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschieden, dass zusätzliche Urlaubstage für ältere Arbeitnehmer unter bestimmten Umständen weiterhin erlaubt sind. Jüngere Mitarbeiter würden dadurch zwar benachteiligt, doch solange der Mehrurlaub in einem angemessenen Rahmen bleibe, dürfe der Arbeitgeber ihn zum Schutz älterer Beschäftigter gewähren.

Zwei Tage Urlaub mehr ab 58 – in der Produktion angemessen

Es hatten sieben 45- bis 56-jährige Mitarbeiter eines rheinland-pfälzischen Schuhfabrikanten geklagt. Normalerweise haben die Mitarbeiter dort 34 Tage Urlaub pro Jahr. Ab dem 58. Geburtstag erhalten sie jedoch zwei zusätzliche Urlaubstage. Dies begründet der Arbeitgeber mit der Fürsorgepflicht für die Älteren: Ab 58 bräuchten sie angesichts der körperlich schweren Arbeit in der Schuhproduktion längere Erholungszeiten. Die Kläger hatten sich jedoch aufgrund ihres Alters diskriminiert gefühlt und forderten ebenfalls 36 Tage Urlaub.

Der neunte Senat des Bundesarbeitsgerichts wies ihre Anträge zurück und folgte damit den vorinstanzlichen Entscheidungen. Das Unternehmen habe seinen Ermessensspielraum nicht überschritten. Die Richter verwiesen auf den Manteltarifvertrag der Schuhindustrie – auch wenn das beklagte Unternehmen nicht tarifgebunden ist. Hierin sind ebenfalls zwei Tage Mehrurlaub für Mitarbeiter ab 58 Jahren vorgesehen.

Mehrurlaub ab 30 im öffentlichen Dienst gekippt

Gerichtssprecher Waldemar Reinfelder erklärte, dass es in der Frage des Mehrurlaubs für ältere Mitarbeiter keine allgemeingültige Regel gebe. Es müsse immer von Fall zu Fall entschieden werden. Bei Büroarbeit beispielsweise könne die Abwägung anders ausfallen als in der Produktion. Vor zweieinhalb Jahren hatte das Bundesarbeitsgericht nämlich eine altersabhängige Urlaubsstaffelung im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen gekippt. Diese sah aber Mehrurlaub bereits ab dem 30. Lebensjahr vor und setzte damit erheblich früher an als im vorliegenden Fall des Schuherstellers.

 

Quelle: DPA /Redaktion gehaltsabrechnung.de

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